SXSW war nicht das, was ich erwartet hatte. Es war die Zukunft.

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Zwanzig Minuten von meiner Wohnung in Austin entfernt.
Zwanzig Minuten auf einem anderen Planeten.

So fühlte es sich an, als ich das SHE Media Co-Lab @ SXSW betrat.
Ich lebe an der University of Texas. Meine Welt besteht hauptsächlich aus Bibliotheken, Laborkitteln und Koffein.
Aber dieser Raum?
Es war purer Business-Casual-Chic. Experten debattieren über die Zukunft des Wohlbefindens von Frauen und sehen dabei aus, als kämen sie gerade aus einem redaktionellen Shooting.
Als Student der Biowissenschaften, Anthropologie und digitalen Medien konnte ich nicht nein sagen. Der Pitch versprach einen tiefen Einblick in die Gesundheit.
Nicht das trockene Lehrbuchmaterial.
Das eigentliche Detail. Soziale, biologische und mediale Schichten sind alle miteinander verflochten.
Ich habe mich beworben.
Ich bin eingestiegen.

Es fühlte sich surreal an, mit anderen Studenten hereinzukommen.
SheKnows-Chefredakteurin Kat Steinberg traf uns.
Die Diskussionsteilnehmer trafen ein. Moderatoren folgten.
Für eine Sekunde dachte ich, ich hätte das Set von Late Night betreten.
Aber die Energie war anders.
Schärfer.
Mehr Zusammenarbeit.
Normalerweise sind Moderatoren nur Verkehrspolizisten. Den Zug auf den Gleisen halten.
Diese Frauen kannten das Material. Sie stritten. Sie haben Punkte hinzugefügt.
Es war keine Frage-und-Antwort-Runde. Es war ein Dialog.

Wir haben versucht, die Veranstaltung „klebrig“ zu machen. Wir wollten, dass die Redner im Gedächtnis bleiben, ohne Sie auszubrennen. — Kat Steinberg

Steinbergs Anmerkung zur „Klebrigkeit“ traf ein.
Ich hasse Vorträge. Ich schalte aus.
Aber dieses Format hat mich gefesselt.
Kein Flaum. Nur Informationen, die dazu bestimmt sind, in Ihrem Gehirn zu haften.

Das Co-Lab in Aktion

Der Name ist ein Augenzwinkern. „Co-Lab“ statt „Collab“.
Es passt. Teils Zusammenarbeit, teils wissenschaftliches Experiment.
Die Redner kamen von überall her.
Eine Frau erzählte uns von ihrem Kampf gegen den Krebs.
Ihre Geschichte war mutig. Schwer.
Aber auch überraschend unbeschwert. Sie weigerte sich, zuzulassen, dass die Krankheit den Raum völlig verdunkelte.
Ein Arzt erklärte Endometriose. Nicht mit Fachjargon, sondern mit Klarheit.
Eine Gruppe von Führungskräften aus der Gesundheitstechnologiebranche sprach über Branding.
Wie kann eine Medizinmarke sympathisch sein? Wie können Sie ein Unternehmen humanisieren, indem Sie Ihr Überleben verkaufen?

Mit Technik das Eis brechen

Die Pausen waren für mich das Highlight.
Tische voller neuer Produkte.
Meine Familie hat eine lange Geschichte mit Wechseljahrsbeschwerden. Es ist ein Thema, über das wir nicht wirklich reden. Nicht offen.
Daher war es eine Erleichterung, die Technologie zu sehen, die helfen soll.
Dann war da noch das VR-Headset.
Ich habe es angezogen.
In meinem Kopf spielte sich ein interaktiver Film ab.
Es simulierte eine Frau mit Wechseljahrsbeschwerden.
Es war intim. Im besten Sinne unbequem.
Es hat etwas aus meiner Sicht verändert.
Wenn ich dieses Alter erreicht habe, wird es nicht mehr der dunkle, stille Kampf sein, mit dem meine älteren Verwandten konfrontiert waren.
Die Arbeit, die gerade geleistet wird, ändert das.

Warum fangen wir endlich an, uns darum zu kümmern?

Ich studiere Biologie. Ich mag Fakten. Ich mag Mechanismen.
Aber die Schnittstelle zwischen Medien und Biologie löste etwas anderes aus.
Vielleicht möchte ich nicht nur die Zelle studieren. Vielleicht möchte ich beim Entwerfen der Lösung helfen.
Die Zukunft der Frauengesundheit schreitet nicht langsam voran.
Es beschleunigt sich.
Es fühlt sich an, als würde sich die Lücke schließen.
Die Unterstützung wächst. Das Bewusstsein breitet sich aus.

Zukünftige Generationen werden Mittelmäßigkeit in Bezug auf ihren eigenen Körper nicht akzeptieren.
Sie werden mehr verlangen.
Ich freue mich, dort zu sein.
Zuschauen, wie es passiert.