Eltern schlafen wegen „Techxiety“ weniger

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Sieben Stunden. Das ist heutzutage der durchschnittliche wöchentliche Schlafverlust für Eltern. Vierzehn Nächte im Jahr verschwunden, im schwarzen Loch der elterlichen Sorge verschwunden.

Der Übeltäter ist nicht nur das Chaos. Es sind die Bildschirme. Die Telefone. Die schiere Last des digitalen Lebens belastet Haushalte überall.

Forscher haben dafür jetzt einen Namen: techxiety.

Die Daten hinter der Schlaflosigkeit

Eine Umfrage unter 2.005 Eltern (durchgeführt im Mai von Talker Research für Cosmo, einem Hersteller von Kinder-Smartwatches) erläuterte die Anatomie der Panik.

Wer würde nicht den Schlaf verlieren?

24 Prozent der Eltern nannten die Gewohnheiten vor dem Bildschirm als ihren größten Stressfaktor. Weitere zwanzig Prozent machten sich Sorgen, dass soziale Medien das Selbstwertgefühl ihres Kindes zerstören könnten. Achtzehn Prozent befürchteten eine Spiel- oder App-Sucht.

Hinzu kommt die schiere Verwirrung der Schulpolitik. Neun von zehn Eltern möchten, dass ihr Kind in der Schule irgendeine Form von mobilem Kontakt hat. Dennoch berichten durchschnittliche Eltern, dass sie sich etwa dreimal am Tag Sorgen wegen der Kinder machen, die in Schulen mit Telefonverboten sind. 75 Prozent glauben, dass der Notfallzugang die Nachteile der Technologieexposition überwiegt. Es ist eine Gratwanderung.

Und es fühlt sich schwerer an als früher. Nur 62 Prozent betrachten es als „Schritt in Richtung Unabhängigkeit“, einem Kind ein Smartphone zu geben. Der Rest, satte 38 Prozent, sehen darin einen Verlust der Unschuld.

„Um mit Ihrem Kind in Verbindung zu bleiben, sollte es nicht erforderlich sein, ihm die Schlüssel zum Internet zu geben“, sagte Russell York, Gründer und CEO von Cosmo.

Wenn Kinder tatsächlich Telefone bekommen

Hat Ihr Kind bereits ein Smartphone? Sie verlieren fast zwei weitere Stunden Schlaf pro Woche.

Die Zahlen werden schnell düster.

In Familien mit Smartphones machen sich 31 Prozent Sorgen um ihre psychische Gesundheit, im Vergleich zu 27 Prozent in Haushalten ohne Telefone. Die Sorge, dass soziale Medien das Selbstwertgefühl beeinträchtigen, steigt von 17 auf 22 Prozent. Das Gefühl, vom tatsächlichen Leben Ihres Kindes abgekoppelt zu sein, steigt von 14 auf 19 Prozent.

Klingt nicht nach Freiheit, oder?

Der Mittelweg

Die meisten Kinder haben die Geräte sowieso. 73 Prozent der Eltern gaben an, dass ihr Kind ein eigenes Smartphone besitzt. Fast die Hälfte (47 %) der Eltern von 5-Jährigen stimmten zu.

Dennoch sagen 80 Prozent, dass die Erhaltung der Kindheit weiterhin Priorität hat.

Eltern hassen die Technologie nicht völlig. Sie wollen nur, dass es funktioniert.

Sie sehen darin einen Nutzen. Eine Lebensader. In einer Zeit, in der es sich anfühlt, Kinder nach draußen zu schicken, als würde man ein Todesurteil unterzeichnen, verändert das Wissen, wo sie sind, die Dinge. 42 Prozent sagten, sie würden ein Kind alleine in den Park gehen lassen, wenn es den Ort wüsste. 41 Prozent würden das Spielen in der Nachbarschaft zulassen. 37 Prozent würden Solo-Fahren mit dem Fahrrad erlauben.

Jonathan Haidt, Autor von „The Anxious Generation“ und Sozialpsychologe, drängt seit Jahren auf Low-Tech-Lösungen. Telefone umdrehen. Uhren. Alles andere als ein Portal zu allem.

77 Prozent der Eltern dieser Umfrage stimmten zu. Sie wollen Verbindung. Sie wollen den Überblick behalten. Aber sie wollen den Lärm nicht. Sie wollen die Leine ohne die Falle.