Nach ihrem olympischen Debüt verlagert die 19-jährige Profi-Snowboarderin Bea Kim ihren Fokus von Podiumsplätzen auf den Welterhalt. Während viele Sportler ihren neu gewonnenen Ruhm nutzen, um sich Unterstützung zu sichern, nutzt Kim ihre Plattform, um einer grundlegenden Bedrohung für ihren Sport zu begegnen: dem raschen Verschwinden verlässlicher Winterbedingungen.
In seiner Rede auf dem Hearst Eco-Conscious Living Summit wies Kim auf eine wachsende Krise in der Wintersportbranche hin – eine, in der sich das für die Existenz des Sports erforderliche Umfeld grundlegend verändert.
Die Grenzen künstlicher Lösungen
Eine häufige Reaktion auf steigende Temperaturen in Bergresorts ist die verstärkte Beschneiung. Kim argumentiert jedoch, dass es sich hierbei eher um eine vorübergehende Lösung als um eine nachhaltige Lösung handele.
„Es ist, als würde man ein Pflaster auf eine Schusswunde kleben“, bemerkte Kim und stellte fest, dass die Beschneiung wechselnde Wetterbedingungen, wechselnde Niederschläge und steigende globale Temperaturen nicht ausgleichen kann.
Die technische Realität ist klar: Die Beschneiung erfordert bestimmte kalte Temperaturen, um zu funktionieren. Wenn sich das Bergklima erwärmt, wird selbst die zur Verlängerung der Saison eingesetzte Technologie weniger effektiv. Dies führt zu einem prekären Kreislauf für die Branche:
– Training und Wettkampf: Sportler haben Schwierigkeiten, gleichmäßigen Schnee für ein Training auf hohem Niveau zu finden.
– Wirtschaftliche Stabilität: Bergstädte sind stark vom Wintertourismus abhängig. Ein Mangel an Schnee wirkt sich direkt auf die Lebensgrundlage lokaler Gemeinden aus, die auf Besucher aus wichtigen Zentren wie San Francisco und Los Angeles angewiesen sind.
– Umweltvolatilität: Wechselnde Windrichtungen und unvorhersehbare Niederschläge machen eine langfristige Planung für Resorts nahezu unmöglich.
Von der Piste zur Wissenschaft
Kims Übergang vom Sportler zum Fürsprecher ist nicht nur ein Hobby; es ist eine strukturierte Verfolgung. Derzeit ist sie Mitglied der Athletenallianz für Protect Our Winters, einer gemeinnützigen Organisation, die die Lücke zwischen Wissenschaftlern, Kreativen und Sportlern schließt, um systemische Klimalösungen voranzutreiben.
Kim betrachtet den Kampf gegen den Klimawandel durch die Linse eines Elite-Konkurrenten. Sie schlägt vor, dass der „Mut und die Entschlossenheit“, die für den Erfolg im Profisport erforderlich sind, auf Umweltaktivismus angewendet werden können. Für sie ist die Klimakrise nicht nur ein zu befürchtendes Problem, sondern eine „Herausforderung“, der man sich mit der gleichen Intensität stellen muss wie die Jagd nach einer Goldmedaille.
Dieses Engagement für das Verständnis der Mechanismen von Umweltveränderungen bestimmt ihre akademische Zukunft. Diesen Herbst wird Kim sich an der Columbia University für den Schwerpunkt Klima und Nachhaltigkeit einschreiben, mit dem Ziel, ihr Fachwissen auf diesem Gebiet zu vertiefen.
Ein Aufruf zur „verdaulichen“ Interessenvertretung
Für viele ist das Ausmaß des Klimawandels überwältigend und unkontrollierbar. Kim bietet eine andere Perspektive: Fürsprache sollte persönlich sein und in das integriert sein, was Sie bereits lieben.
Sie ermutigt andere, ihre eigenen Berufe oder Leidenschaften zu betrachten und Wege zu finden, in diesen Bereichen Veränderungen herbeizuführen. Durch die Verbindung von Aktivismus mit der eigenen Identität – sei es als Sportler, Künstler oder Profi – wird die Arbeit für den Einzelnen leichter zu bewältigen und vor allem nachhaltiger.
„Man möchte, dass die Arbeit Spaß macht“, bemerkte Kim. „Wenn Sie das tun, werden Sie eine größere Wirkung erzielen, weil es Ihnen wirklich am Herzen liegt.“
Schlussfolgerung
Bea Kims Reise beleuchtet eine kritische Schnittstelle zwischen Profisport und Überleben in der Umwelt. Während sich die physische Landschaft des Wintersports verändert, bewegen sich Sportler zunehmend über die Wettkampfarena hinaus und kämpfen für genau das Klima, das ihre Karriere ermöglicht.




























